Qualifikation WTA 250 Auckland 3.-5. Jänner 2026
Qualifiakation Australian Open Melbourne 12. – 15. Jänner 2026
Jetzt ist Lilli schon lange am Weg – bald schafft frei nach Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“. Nachdem sie im Dezember 3 Wochen in Dubai trainierte, wollte sie es sich nicht nehmen lassen , 4 Tage nach Lienz zu kommen, um dann am 26. Dezember wieder über Dubai nach Auckland zu fliegen. Der Papa meinte: „Lilli, wir packen uns zusammen und kommen über Weihnachten nach Dubai, dann sparst du dir die Strecke, Dubai – Mailand – Lienz + wieder zurück Lienz – Mailand – Dubai….“ Der Satz war noch nicht zu Ende gesprochen und Lilli konterte: „Sorry, Vorschlag abgelehnt ich will auf alle Fälle Weihnachten heim!“
Und wenn man diese 4 Tage der Familiengemeinsamkeit rückwirkend betrachtet, weiß man auch, wieviel Lilli Kraft aus diesen paar Stunden schöpft. Stunden der Erholung, bei zwar ständigem Programm, aber eben anderes Programm wie Schnee schaufeln, Schi fahren, Freunde besuchen und Spiele spielen. Einfach nur pure Freude und Spaß!
Noch dazu hat Lilli bei unserem Krimi Dinner die Hauptrolle gezogen und musste den Verbrecher miemen. Wie hatten so eine tolle Zeit!



Am 26. Dezember brachte Ben Lilli dann nach Bozen und dort nahm sie den Zug nach Mailand und dann weiter den Bus zum Flughafen Malpensa. Mit Francesca, Co-Trainer Lorenzo und auch dem Fitnesscoach Sergio ging es dann auf nach Auckland.
Mit Francesca war ich zu Weihnachten kurz am Telefon und sie erklärte mir folgendes: „Für Lilli ist es extrem wichtig diese Entfernung in Kauf zu nehmen, um es ihr zu ermöglichen Matches auf höherem oder hohem Niveau zu spielen. Für alles wird sie noch nicht bereit sein, aber durch diese Matches wird sie erneut „wachsen“ und ihren nächsten Level erreichen.“ Um dann noch anzuschließen: „ Non preoccupatevi, quest’anno prendiamo un po‘ schiaffi di piú…!“ „Seid nicht besorgt, dieses Jahr werden wir ein paar mehr „Watschn“ kassieren“…. Ja eh……
In Auckland war dann in der 2. Quali Runde gegen die Ukrainerin Starodubtseva auch schon Schluss mit lustig,1:6 1:6, doch konnten Lilli und ihr Team auch sehr viel Positives aus dieser Partie mitnehmen – Positives im Sinne von Arbeitsaufträgen für das Training und das wird ja immer auch ganz gezielt, nicht so intensiv wie an reinen Trainingstagen und -blöcken, während den Turnieren mitgezogen.
So hängte das Team noch einige Trainingstage in Auckland an, um das Trainingsumfeld mit den Spielerinnen dort vor Ort noch zu nutzen. 6 Tage vor Quali Beginn in Melbourne ging es dann nach Down Under, um sich dort auch gut „einzugewöhnen.“
Lilli freute sich schon riesig, denn mein Bruder Chris, seine Frau Anja und auch eine der Töchter, Laura, waren schon im Anflug von Sidney nach Melbourne.



Die Fans sind bereit. Go Lilli, Premiere Qualifikation bei einem Grand Slam!
Harter Arbeitstag für Lilli in der ersten Runde gegen die Chinesin X. Gao – ein 2 h 54 minütiger fight und Lilli spielte mit ungemeinem Fokus, Mut und Kampfgeist und holte sich den Sieg : 3:6 7:5 und 6:3.
Mein Bruder meldete sich kurz danach: „Was für ein Match von Lilli und was für eine Stimmung im Publikum. Lilli war die allerletzte am Platz im Melbourne Park und alle Zuschauer strömten zu diesem Court 15. So gewaltig, wie toll, dass wir dabei sind!!“
So happy nach getaner Arbeit!




Bereits am nächsten Tag ging es weiter gegen Elena Pridankina, wieder ein schwer umkämpftes Match. Lilli 6:7 und im zweiten Satz 0:5 zurück im Tiebreak – Tennis Prophet muss man nicht sein, um die Schwierigkeit der Aufgabe zu sehen. Vor allem bei einer Gegnerin wie Pridankina, die unglaublich schnell serviert.
Aber was macht Lilli bei der Ralley beim Stand von 0:5?? Sie spielt einen drop shot der irgendwie der game changer in diesem Tiebreak war. Zu Hause gab es „Arzt“ Rufe nach dieser Aktion – der Blutdruck einiger Familienmitglieder schnellte in nicht mehr so gesunde Höhen.
Lilli drehte das Tiebreak und gewann 7 Punkte in Folge: 7:6 Lilli!
Im 3. Satz überrollte Lilli ihre Gegnerin, die physisch vielleicht dann nicht mehr so auf der Höhe war und verständlicherweise daran zu knappern hatte, diese Führung im Tiebreak und damit den Sieg noch aus der Hand gegeben zu haben.
Bestätigt voll und ganz eine Binsenweisheit die innerhalb unserer Familie schon oft strapaziert wurde: aus ist es, wenn man sich die Hand gibt! Ja, ha, ha…hat manche hier auch schon zur Weißglut getrieben….
Wow Lilli, einfach nur bravo!
Der dritte Tag in Folge nach diesen langen, fordernden Matches, mit sehr wenig Regenerationszeit hat dann doch bei Lilli Spuren hinterlassen. Gegen die stark aufspielende Thailänderin Tararudee fehlte die Spritzigkeit und auch der Kopf war müde die Ballwechsel aufzubauen, präzise Schläge hervorzuholen – Lilli probierte alles, aber die Energie der Gegnerin war um einiges stärker.
Auch wenn die 3. Quali Runde klar verloren ging, waren das unglaublich wertvolle Tage für Lilli – Matches auf diesem Niveau, die Trainingsmöglichkeiten, einfach jetzt schon in noch so jungen Jahren „die Luft“ eines Grand Slams zu schnuppern – all das sind so wichtige Erfahrungen die Lilli langsam, langsam zu immer einer besseren Tennisspielerin heranwachsen lassen.
Und so schön auch für Lilli, dass die Familie als Unterstützung da war!
