Wimbledon – der heilige Rasen! Etwas Besonderes!

There is only one Wimbledon
Über das ganze Jahr gibt es wenige Gelegenheiten das Rasenspiel zu üben und zu praktizieren, schon aus diesem Grund war es für das Team Tagger eine Reise wert: Erfahrung sammeln! Damit das Spiel rechtzeitig angepasst wird – frei nach Joschi Kirschner, „rechtzeitig drauf schauen, dass man‘s hat , wenn man’s braucht,“…..indem Fall die notwendigen skills auf Rasen, wenn Lilli dann auf der Damentour auch auf Rasen ins Geschehen einsteigt.
Der Andrang ist riesig und glücklich ist, wer das besitzt….

Denn sonst blühen einem lange Tage und Nächte vor der nächsten Ticketvergabe – um in der Schlange weit vorne zu sein, ist das Übernachten im Zelt unumgänglich.

Ganz Wimbledon ist im Ausnahmezustand, alles dreht sich um das Turnier und die Lokale sind wunderschön geschmückt. Bevor Lilli ins Turnier startete, fungierte sie noch als Blumenlady in Wimbledon Village.


Und dann ging es los, Einstieg ins Turnier gegen die Chinesin Xinran Sun…




Ein sehr guter, fokussierter Einstieg ins Turnier, Lilli jetzt in der Favoritenrolle, als Gejagte, aber sie erledigte ihre „Aufgaben“ mit Bravour und holte sich den Sieg mit 6:2 7:5 gegen die hochgehandelte, junge Chinesin.
Kurzer Szenewechsel nach Österreich zum Rest der Taggers: Montag, 7. Juli, Bens letzte Prüfung in Graz. Für ihn war schon lange klar, gleich nach der Prüfung sitzt er im Zug Richtung Schwechat, eine Nacht am Flughafen und dann in den ersten Flieger ganz in der Früh nach London.
Nur ein kleines Problem: Lillis 2. Rundenmatch an diesem Montag, gegen Lea Nilson, war als drittes Match frühestens nach 12.30 Uhr angesetzt. Ben konnte also niemals in Graz dieses Match abwarten, um zu wissen was weiter passiert, denn dann käme er mit dem Zug nicht mehr nach Schwechat.

„Wird sie das schaffen Mama, weil wenn nicht, dann zahlt es sich wahrscheinlich für mich nicht aus zu Lilli zu fliegen, denn dann werden die nach Hause kommen“. Und im Jargon der Jugend dann weiter, „ Alter ich hoffe so, ich möchte unbedingt zu ihr!“
Das Nervenflattern, ob Lilli diese Runde schafft, war für Ben allemal größer als die Sorge um seine Prüfung.
Nächste Nachricht dann aus dem Zug: „Mama, ich setze alles auf eine Karte, bin schon unterwegs nach Wien.“ „Super Ben und du ganz kurz noch am Rande, hattest du nicht deine Prüfung.“ „Ja eh, war gut, aber ich hoff eben jetzt so, dass Lilli heute weiter kommt…..“
Und Ben und wir alle hatten dann noch einen langen, „engen“ und spannenden Abend. Denn erst um 20.30 unserer Zeit kam der Anruf von Ben, der offensichtlich ein paar Sekunden vor unserer Übertragung war, „jetzt hat sie es gewonnen! Ich hab echt geschwitzt! Uff! Ich freu mich so, ich werde jetzt bald schlafen, denn morgen muss ich um 4.00 Uhr raus!“
We wish you a pleasant flight!

Ben zog dann bei Lilli und ihrer Mannschaft in Wimbledon ein und übernahm direkt das housekeeping und Wäscheservice.


Für seinen Einsatz wurde Ben im Gegenzug mit typischen „Leckereien“ belohnt und motiviert!

An diesem Dienstag hatte Lilli dann einen freien Tag und auf der Suche nach einem Court, wo sie etwas länger trainieren konnten, tat sich nichts Geringeres als der Queens Club auf. Für alle zusammen ein unglaubliches Erlebnis!




Die Aufmerksamkeit gegenüber Lilli hat sich natürlich seit ihrem Sieg in Roland Garros sehr erhöht, aber unglaublich für uns alle, mit welcher Ruhe und Erdung sie ihre Termine und Interviews wahrnimmt.



Im Viertelfinale des Turniers traf Lilli dann auf Mingge Xu, in dem Fall eine schon wirklich erfahrene Spielerin auf Rasen und Lilli konnte lange Zeit Widerstand leisten und Xu in Bedrängnis bringen. Trotzdem sah man das Xu’s Spiel auf Rasen einfach stabiler und effizienter ist, flache, schnelle Bälle, wenig Drall – sie hat Lilli etwas die Zeit weggenommen und umgekehrt Lilli als Ganzes etwas unsicher über ihr Stellungsspiel auf Rasen. 7:6 6:1 Xu, aber eine ungemein wichtige Erfahrung für Lilli, weil, wie allen bekannt ist, aus Niederlagen lernt man, und Francesca und der Fitnesscoach Sergio (und auch Ben😊) haben alles mit Argusaugen beobachtet und mit Lilli dann direkt die Arbeit weiter fortgesetzt, um Schläge und ihre Bewegung zu verbessern und ihr Potential weiter auszuschöpfen.

Wie schön, dass Ben dann im Moment der Niederlage bei ihr war und Zeit mit Lilli verbrachte. Die Beiden gönnten sich ein gemeinsames Abendessen in Wimbledon Village und die Niederlage war bald verdaut.



Zurück in Varese war Lilli wieder auf der Akademie fürs Fitnesstraining, während Ben schaute, ob die Pasticceria „di Alice“ wirklich so tolle Croissants und Küchleins anbietet!


Lilli, wirklich wieder ein tolles Turnier, wir sind alle mega stolz auf dich!!